„Get High Fiona“
heißt die Band von Biljana Pais und Guido Hieronymus. Beide sind Musiker, komponieren zusammen, lassen durch Improvisation erste Elemente der Melodieführung entstehen, die Rhythmusinstrumente stammen aus verschiedenen Ländern und Kulturen den Nahen und Mittleren Ostens, so etwa die persische Trommel, Tombak genannt. Sie geben den Loops, die analog aufgenommen durch die Möglichkeiten der digitalen Techniktransformiert werden,jenen Ethno-Touch, der Zarathustras Tanzlieder so aktuell werden lässt, als wäre der Alte vom Berg erst gestern herabgestiegen um sich der Menschheit zu zeigen und seine Botschaft zu überbringen. „Get High Fiona“ wendet sich an ein junges Publikum. Die Passagen eines Balkan-Electro im „Tanzlied an den Mistral“ lässt die Tanzwut im postmodernen Gewandauferstehen, die Leidenschaft bricht sich Bahn,
Zigeuner-Flair kontrastiert mit den coolen Klängen der verminderten Akkorde, jener herab gestimmten Harmonien, die den Sound des Modern Jazz bestimmen. Die dunkle Stimme der Sängerin verbreitet Club-Atmosphäre, ihr
serbischer Akzent im Deutschen mutet als brasilianischer Bossa Nova, als französisches Chanson an, „subcultan“ ist das Stichwort:
eine Subkultur, eine interkulturelle,
Mischung, die unter die Haut geht, mit sofortiger Wirkung.
Ewigkeit - Will Ewigkeit -
Will tiefe tiefe Ewigkeit..
Alle Lust - Will Ewigkeit -
Will tiefe tiefe Ewigkeit-
Weh spricht Vergeh!
Doch alle Lust - Will Ewigkeit -
Will tiefe tiefe Ewigkeit.

Kay Hoffman
"Nun kam Abend und Nacht und Mitternacht, - der Hund heult, der Wind: - ist der Wind nicht ein Hund? Er winselt, er kläfft, er heult. Ach! Ach! wie sie seufzt! wie sie lacht, wie sie röchelt und keucht, die Mitternacht!...Wie sie eben nüchtern spricht, diese trunkene Dichterin! sie übertrat wohl ihre Trunkenheit? sie wurde überwach? sie käut zurück?- ihr Weh käut sie zurück, im Traume, die alte tiefe Mitternacht, und mehr noch ihre Lust. Lust nämlich, wenn schon Weh tief ist: Lust ist tiefer noch als Herzeleid.... " Friederich Nietzsche

So fing es an: Alle Lust will Ewigkeit. Das war ein Ohrwurm, er kam mir in den Sinn und ging mir nicht mehr aus dem Gehör. Ich hörte die Worte in unendlicher Wiederhlung zum Rhythmus der dionysischen Trommeln, dunkel, treibend,
zum Rhythmus eines Drehtanzes, in dem die Tarantella Süditaliens
ihren Ursprung haben mag, denn dieser Tanz weckt den Schmerz der Sehnsucht, den zu lindern sie verspricht, weiter weiter, heißt es da, rota rota, dreh dich dreh dich, der Kreis schließt sich zu einem Karree einem Vierer-Schlag: Ewigkeit Ewigkeit will tiefe tiefe Ewigkeit.
Ich wollte daraus eine Trancetanzmusik machen. Zuerst war da der Rhythmus, dann kamen die Worte,
und dann mehr Worte, ganze Gedichte, und schließlich entstand das anspruchsvolle Projekt einer Vertonung Nietzsches so selbstverständlich und vertraut im Raum, als hätte es nie besser geeignete Textegegeben.

intro1

o mensch! gib acht!

intro2

ecce homo

intro3

an den mistral ein tanzlied

nach neuen meeren

intro5

sternen moral

intro6

klage der ariadne

intro7

vereinsamt

In Guido Hieronymus tonstudio get high fiona recorded a CD called Nietzsche Projekt, released in august 2009. Kay Hoffman choosed 7 beautiful Friederich Nietzsche poems for us, and we composed and produced beautiful songs, life played on harmonium, accordeon, koncert piano, kalimba, persian percussion..experimental projekt for one different Nietzsche experience

listen to songs from the CD and if you wish to order it, for the price of 10 Euros + porto, then contact info@biljana-pais.de